Gärtner- und Häckermuseum

Bamberg

 

In der hinteren Reihe der dritte von links:
Hans Mayer (1926-2008),
der spätere Gründungsvorsitzende des Vereins Gärtner- und Häckermuseum.

Ausschnitt aus: Der Verein Jüngerer Gärtner Obere Gärtnerei
anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubiläums, 1947 (GHM 278).

Wir sind die Gärtner!

… ist bis heute der selbstbewusste Ausdruck Bamberger Gärtner, wenn es um ihre Belange in der Stadt geht. Als Berufsgruppe genießen sie in der Stadtgesellschaft nach wie vor hohes Ansehen. Jahrhundertelang haben sie mit ihrem Gemüse-, Gemüsesamen- und Süßholzhandel den Namen der Stadt über Mitteleuropa hinausgetragen. Die erhaltenen Gruppenporträts sowie Jubiläumsbilder der Gärtnervereine und -bruderschaften zeigen das Selbstbewusstsein und erzählen von der Arbeit, vom Handel und von der Kleidung der Gärtner im Alltag und zu den Festen.

Die Sonderausstellung des Gärtner- und Häckermuseums zeigt und erschließt Gärtner-Fotografien aus den vergangenen 120 Jahren. Sie ist den Menschen gewidmet, die die Kultur der Gärtnerei getragen und deren Traditionen weitergegeben haben. Soweit wir sie kennen, haben wir die Namen der Abgebildeten angegeben.

Die Ausstellung ist nach diesen Themen gegliedert:

  • Gruppen und Fahnen,
    wobei auch auf die Bedeutung der Fahnen als Vertretungsmedien der jeweiligen Gruppen eingegangen wird.
  • Bilddrächeä  (Träger der Prozessionsfiguren):

    Am Beispiel der Anna-Bruderschaft, der kleinsten, aber auch ältesten Gärtner-Vereinigung in Bamberg, wird der besondere Status der Bamberger Gärtner in der Stadtgesellschaft skizziert, der besonders bei den Fronleichnamsprozessionen und deren gärtnergeformten Abläufen zum Ausdruck kommt.

  • Jubiläen der Gärtnervereine
    mit Fahnenweihen sowie diverse Königsbesuche, an denen die Gärtner als stadtgesellschaftliches „Alleinstellungsmerkmal“ Bambergs eine besondere Rolle spielten.
  • Arbeit:

    Arbeitsformen und geschlechtspezifische Arbeitsteilung in der Gärtnerei, die, von der Zunftordnung seit dem späten 17. Jahrhundert geformt, zum Teil bis heute praktiziert wird.

  • Frühe Fotografen in Bamberg
    Wenige Jahre nach dem 1839 auch auf Deutsch erschienenen Handbuch Daguerres zur Fotografie boten Wanderfotografen auch in Bamberg ihre Dienste an. Die Nachkommen stationärer Atelierfotografen arbeiten zum Teil heute noch in diesem Metier.
    Die Abteilung stellt die Technik sowie die frühen Fotografen Bambergs mit ihren Signets vor.

Als themenübergreifenden Aspekt wird anlassbezogen bei den verschiedenen Fotos die Kleidung der Gärtner beschrieben.
Fotografien aus den unterschiedlichen Themen sind in der Gärtner-Galerie versammelt.

Sie ist zugleich Teil des städtischen Programms zum 25-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes Altstadt Bamberg.
Mit ihren vielen bis heute lebendigen Traditionen und Bräuchen gehört der innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands.

Ort:   Gärtner- und Häckermuseum, Mittelstraße 34, Bamberg
Laufzeit:   10.6. – 4.11.2018
Öffnungszeiten:   Mittwoch bis Sonntag, zusätzlich: 1., 2., 29. u. 30.10.: 11-17 Uhr
Idee, Konzept, Texte und Gestaltung:
Stephanie Eißing M. A. und Dr. Hubertus Habel

Einblicke in die Ausstellung:

In der Abteilung "Jubiläen der Gärtnervereine".
Foto: Michael Link.

Fotografien zu den Themen "Jubiläen", "Arbeit" und "Gärtner-Galerie".
Foto: Michael Link.

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Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
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