Gärtner- und Häckermuseum

Bamberg

Gärtner & Gender?
Eine Spurensuche

Studioausstellung des Gärtner- und Häckermuseums
am Lehrstuhl Europäische Ethnologie der Universität Bamberg

Die Frage nach geschlechtspezifischen Aspekten der „Bamberger Gärtnerey“ stellt sich im Zuge der forschenden Beschäftigung mit den Überlieferungen zu diesem vielfältigen kulturellen Komplex,der räumlich im Bereich der heutigen Gärtnerstadt zwischen rechtem Regnitzarm und – in etwa – der Bahnlinie liegt. Nicht nur die Kleidung, die unter der Fragestellung der schillernden „Tracht“ bereits eingehend untersucht wurde, ist nach den Kategorien weiblich / männlich unterscheidbar. Selbst die Schubkarre oder der Rechen – auf den ersten Blick völlig „unverdächtig“ – lassen sich hier den Gender-Kategorien entsprechend klassifizieren.

Diese kleine Ausstellung präsentiert keinesfalls die Ergebnisse einer ausgearbeiteten ethnologischen Recherche. Sie zeigt einige Belege der eher beiläufigen Spurensuche aus der musealen Alltagsarbeit zu dem komplexen Themenfeld der Bamberger „Gärtnerey“, das als immaterielles Kulturerbe auf die Liste des Freistaates Bayern kommen wird.

Diese kleine Präsentation versteht sich auch als Anregung zum eigenen forschenden Weitersuchen in der Kultur dieses speziellen Lebensmittelhandwerks zwischen urbaner Landwirtschaft und europaweitem Handel.

Ort: Universität Bamberg, Hochzeitshaus, 2.OG, Eingang Austraße
17.3.2014 – 28.2.2015
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr

Nicht zufällig haben die Gärtnerinnen auf diesem Foto des Jahres 1900 weder Rechen noch "Grabeisen" (Spaten) in Händen. Die Suche nach der Antwort führt zur 1693 erlassenen Zunftordnung der Bamberger Gärtner.                                                             
Abb.: Gärtner- und Häckermuseum 181

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